Arbeitslosigkeit bleibt weiter hoch

Düsseldorf (pm). „Ein geringfügiger Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar kommt zwar immer wieder vor, doch in diesem Jahr war aufgrund des weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes nicht damit zu rechnen“, sagte Roland Schüßler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Im langjährigen Durchschnitt legt die Arbeitslosigkeit zum Ende des Winters um rund 1.000 Arbeitslose mit Ausschlägen nach oben oder unten zu. Wir hatten deshalb damit rechnen können, dass NRW im Februar die Grenze von 800.000 Arbeitslosen überschreitet. Dass es nun nicht so weit gekommen ist, ist eine gute Nachricht. Andererseits ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen, wenn auch nur leicht. Damit bleibt das Grundniveau der Arbeitslosigkeit weiter hoch. Das bedeutet aber auch, dass aktuell noch kein Signal für eine stabile Erholung am NRW- Arbeitsmarkt erkennbar ist.“

Für die kommenden Monate rechnet Schüßler mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. „Vor zwei Jahren, als sich die schwierige wirtschaftliche Lage zunehmend am Arbeitsmarkt auswirkte, hatte der Arbeitsmarkt auch sein typisches saisonales Schema verlassen, also Rückgang der Arbeitslosigkeit im Frühling und Herbst, Zunahme im Winter und Sommer. Dahin sind wir zurückgekehrt.“ So stieg im Februar die Arbeitslosigkeit nur in der Personengruppe der unter 25Jährigen. „Das betrifft vor allem junge Menschen, die jetzt ihre dreieinhalbjährigen Ausbildung - zum Beispiel zur Mechatronikerin oder zum Mechatroniker – abgeschlossen haben. Viele junge Absolventen melden sich für eine Übergangszeit arbeitslos. Da wir um den hohen Fachkräftebedarf in der Wirtschaft wissen, gehen wir davon aus, dass es nicht lange dauert, bis diese frisch ausgebildeten jungen Menschen ihre erste Anstellung als Fachkraft finden. Das ist ein Grund, warum die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten schrittweise zurückgehen wird.“

Quelle: arbeitsagentur.de/

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Roland Schüßler: Das Grundniveau der Arbeitslosigkeit bleibt weiter hoch.