Arbeitslosigkeit sinkt im September wie erwartet

NRW (pm). In Nordrhein-Westfalen ist im September die Zahl der Arbeitslosen gesunken. Mit 792.700 Frauen und Männern waren 2,0 Prozent oder 16.270 Personen weniger arbeitslos gemeldet als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte und liegt nun bei 7,9 Prozent. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im September ist üblich. Viele neue Arbeitsverhältnisse starten, wovon vor allem junge Menschen unter 25 Jahren profitieren, die in den vorhergehenden Monaten ihre Berufsausbildungen abgeschlossen haben und sich für eine kurze Übergangszeit arbeitslos melden mussten. Im Vergleich zum Vorjahr waren allerdings 1,3 Prozent oder 10.502 Personen mehr arbeitslos gemeldet, die Quote liegt aktuell 0,1 Punkte höher als vor einem Jahr. 

„Der Beginn des Herbstes hat einen Rückgang der Arbeitslosigkeit in NRW gebracht. Darüber freuen wir uns. Allerdings ist die Entlastung am Arbeitsmarkt nicht über das hinausgegangen, was wir aus der jahreszeitlich üblichen Entwicklung heraus erwartet hatten“, sagte Dirk Strangfeld, Geschäftsführer der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. „Erfreulich ist, dass 50.000 zuvor arbeitslose Menschen in diesem Monat eine Arbeit aufnehmen konnten. Das waren 10.500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr als im August. Und auch im Vorjahresvergleich zeigte sich eine dynamischere Entwicklung. Im September konnten fast 4.000 Personen mehr als vor einem Jahr ihre Arbeitslosigkeit beenden. Profitieren konnten vor allem junge Menschen unter 25 Jahren. Hier ging die Arbeitslosigkeit um 7,6 Prozent oder knapp über 6.000 junge Frauen und Männer zurück. Viele hatten vor wenigen Monaten ihre Berufsausbildungen abgeschlossen und konnten nun eine erste Beschäftigung als frisch ausgebildete Fachkraft antreten.“

„Nach der angespannten Lage im Sommer ist das eine erfreuliche Momentaufnahme, die aber leider auch einen Dämpfer bereithält“, sagte Strangfeld weiter: „Im Vergleich zum Vormonat haben zwar rund 6.000 Frauen und Männer weniger ihren Job verloren. Das ist deutlich, doch zugleich auch üblich für einen September. Gleichzeitig fällt der Vergleich zum Vorjahr mit 48.300 Frauen und Männern, die sich neu, also aus der Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos melden mussten, weniger positiv aus. Vor einem Jahr waren es im September 2.800 Personen oder 6,2 Prozent weniger. Im Resultat steigt damit im Vergleich zum Vorjahr die Arbeitslosigkeit. Eine Entwicklung, die in NRW seit nunmehr fünf Jahren mehr oder weniger kontinuierlich anhält.“

Mit Blick auf die nahe Zukunft sagte Strangfeld, sei es für ihn noch nicht einzuschätzen, wie der Arbeitsmarkt sich im Herbst weiter entwickeln wird. „Es gibt mehr Bewegung am Arbeitsmarkt, mehr Menschen konnten im September eine neue Arbeitsstelle antreten und auch bei den neu gemeldeten Stellen geht es aufwärts. So wurden mit rund 4.300 annähernd 20 Prozent mehr Stellen neu gemeldet als im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es gibt also mehr und neue Chancen. Andererseits steht die Wirtschaft weiterhin unter Druck.

Das zeigt sich auch an mehr Arbeitslosmeldungen. Im September überwogen die neuen Jobs. Doch wohin das Pendel in den kommenden Monaten ausschlagen wird, ist derzeit noch schwer auszumachen. Der Arbeitsmarkt reagiert in der Regel mit einiger Verzögerung auf das, was in der Wirtschaft geschieht. Zuletzt gab es von dort, als Ergebnis verschiedener Befragungen von Wirtschaftsinstituten und unseren eigenen Beobachtungen, für NRW und für Deutschland positive Signale in Richtung eines leichten Aufwärtstrends. Allerdings können wir derzeit noch nicht erkennen, ob diese positivere Sicht auf die Auftragslage ausreichen kann, um die Arbeitslosigkeit in NRW wieder dauerhaft merklich zu senken.“ 

Quelle und mehr: arbeitsagentur.de/

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Arbeitslosigkeit sinkt im September wie erwartet
Dirk Strangfeld: Die Entlastung am Arbeitsmarkt ist nicht über das hinausgegangen, was wir aus der jahreszeitlich üblichen Entwicklung heraus erwartet hatten.