Berufsausbildung bleibt attraktiv

Bielefeld (ik). Die Duale Berufsausbildung bleibt ein zentrales Standbein der Fachkräftesicherung in Ostwestfalen. 2025 zählte der Bezirk der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) erneut zu den ausbildungsstärksten Regionen in Nordrhein-Westfalen.

 

Über alle Jahrgänge hinweg hat die IHK 2025 insgesamt 17.419 Auszubildende betreut. Dabei sind im zurückliegenden Jahr 6.401 neue IHK-Ausbildungsverträge abgeschlossen worden (Vorjahr: 6.878).

„Die Zahl der neu eingetragenen IHK-Ausbildungsverträge ist damit gegenüber 2024 um 6,9 Prozent zurückgegangen – analog zum Bundes- und Landestrend. Der Rückgang fällt bei den gewerblich-technischen Berufen mit 9 Prozent stärker aus als im kaufmännischen Bereich mit 5,5 Prozent“, zieht IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke Bilanz. „Es zeigt sich, dass die aktuell herausfordernde wirtschaftliche Lage auch den Ausbildungsmarkt beeinflusst. Viele Unternehmen agieren angesichts konjunktureller Unsicherheiten vorsichtiger bei Neueinstellungen, wollen sie doch ihre Auszubildenden verantwortungsvoll bis zum Berufsabschluss begleiten“, erläutert die Hauptgeschäftsführerin.

Ein zentrales Thema bleibt das Matching zwischen den Wünschen und Kompetenzen junger Menschen und den Ausbildungsangeboten der Unternehmen sowie bezüglich der regionalen Verteilung von Ausbildungsplätzen und Ausbildungssuchenden. „Unser Ziel ist es, durch bestmögliche Berufsorientierung und Förderung von Mobilität in der Region junge Talente und starke Ausbildungsunternehmen zusammenzubringen“, betont Pigerl-Radtke. 

„Die Berufsausbildung bleibt attraktiv: Viele junge Menschen entscheiden sich weiterhin bewusst für den wertvollen Mix aus Theorie und Praxis, den eine Ausbildung garantiert – in Industrie, Handel und Dienstleistungen ebenso wie in den Gesundheitsberufen. Letztere verzeichneten im zurückliegenden Jahr deutlich steigende Ausbildungszahlen, werden aber nicht zu den Dualen Ausbildungsverhältnissen gezählt“, erläutert die Hauptgeschäftsführerin.

Zudem berichten nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer viele Betriebe über Defizite der Bewerberinnen und Bewerber bei grundlegenden Kompetenzen wie Ausdrucksfähigkeit, Rechnen, Zuverlässigkeit und Lernbereitschaft. „Es bleiben also Herausforderungen, die es im Kontext der Ausbildung anzugehen gilt. Wir müssen uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Ausbildungs- und Berufsschulreife der Schulabgänger sichergestellt ist. Ohne solide Grundlagen kann das Ausbildungssystem seine Stärke nicht voll entfalten.“ 

Quelle und mehr: ihk.de/

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