Anstieg der Arbeitslosigkeit
Nürnberg (pm). „Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Zum Jahresbeginn hat die Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen deutlich zugenommen und damit auch wieder die Marke von drei Millionen überschritten.“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, am 30. Januar 2026 anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.
Aufgrund der Winterpause ist die Arbeitslosigkeit im Januar 2026 um 177.000 auf 3.085.000 gestiegen. Saisonbereinigt blieb sie gegenüber dem Vormonat unverändert. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Verglichen mit dem Januar des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 92.000 höher. Die Arbeitslosenquote hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,2 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Dezember auf 3,6 Prozent.
Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt im Januar gegenüber dem Vormonat um 4.000 gesunken. Mit 3.705.000 lag sie um 8.000 niedriger als vor einem Jahr.
Auch die Zahl der Arbeitslosen in OWL steigt im Januar 2026. Insgesamt sind laut Bericht 75.895 Personen arbeitslos. Dies sind zum Vormonat 3.381 Personen mehr (+4,7 Prozent). Im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.503 Personen (+2,0 Prozent).
Die Arbeitslosenquote in OWL beträgt im Januar 6,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,4 Prozent (+0,1 Prozentpunkte). Die niedrigste Arbeitslosenquote in der Region ist in Kreis Höxter (4,6 Prozent), gefolgt von Kreis Gütersloh (5,2 Prozent), Kreis Paderborn (6,1 Prozent), Kreis Lippe (6,5 Prozent), Kreis Minden-Lübbecke (6,5 Prozent), Kreis Herford (6,6 Prozent) und Stadt Bielefeld (9,3 Prozent).
Quelle: arbeitsagentur.de/
