Rückenwind für Modellprojekt

Hövelhof (hf). Der Europaradweg R1 führt im Kreis Paderborn mitten durch die Sennegemeinde Hövelhof und bekommt jetzt zusätzlichen Rückenwind.

Mit dem Fördervorhaben „D3-R1-Vernetzt“ startet ein bundesweit ausgerichtetes Modellprojekt auf der D-Route 3, dem deutschen Abschnitt des Europaradwegs R1, das den Radfernweg langfristig stärken soll. Ziel ist es, dauerhafte und übertragbare Strukturen für Planung, Finanzierung, Qualitätssicherung und Vermarktung national bedeutender Radrouten zu etablieren.

Als Radfernweg ist der R1 vor allem für mehrtägige Etappen konzipiert. Wer durch Hövelhof fährt, erlebt gleich mehrere markante Punkte direkt am Wegesrand: Im Ortsteil Riege steht ein Originalstück der Berliner Mauer unmittelbar am Europaradweg R1. Es erinnert an die Wiedervereinigung und ist für viele Radreisende ein besonderer „Aha-Moment“ auf dem Weg Richtung Hauptstadt. Ganz in der Nähe – auch mit Blick auf die historische Ortsentwicklung entlang der Junkernallee – lädt zudem das Dorfschulmuseum Riege zu einem kurzen Stopp ein. Das Jagdschloss Hövelhof mit dem Schlossgarten ist ein prägnanter Rastpunkt im Ortszentrum. Das Bronzemodell bietet den Radfahrern einen anschaulichen Blick auf die historische Anlage um 1850. Ebenfalls unmittelbar am Wegesrand setzt das Modell des „Kantigen Hermann“ einen markanten Akzent dort, wo EmsRadweg und Europaradweg R1 aufeinandertreffen. Die Skulptur dient als Orientierungspunkt und verbindet den Standort Hövelhof sichtbar mit dem berühmten Hermannsdenkmal und dem Teutoburger Wald, dem nächsten Etappenziel.

„Gerade solche Stationen machen den Europaradweg R1 bei uns greifbar – und sorgen dafür, dass Radreisende nicht nur durchfahren, sondern anhalten, entdecken und wiederkommen“, sagt Thomas Westhof, Tourismuschef der Sennegemeinde.

Bereits das Vorgängerprojekt „D3-R1-Attraktiv“ (2022–2024) hat entlang der D-Route 3 zahlreiche Maßnahmen angestoßen und umgesetzt, um Qualität, Attraktivität und Bekanntheit der Route zu steigern, u. a. durch Analysen, Vernetzung relevanter Akteure und eine (digitale) Marketingausrichtung. „Mit dem Projekt „D3-R1-Vernetzt“ folgt nun der nächste Schritt. Die Route soll künftig noch verlässlicher organisiert, finanziert und vermarktet werden und somit als Modell dienen, von dem auch andere nationale Radrouten lernen können“, ergänzt Meike Lippegaus von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Tourismus bei der Sennegemeinde. Auch der Kreis Paderborn begleitet die Weiterentwicklung der Route: „Das Paderborner Land profitiert davon, dass der Europaradweg R1 weiter gestärkt wird und zusätzliche Gäste in die Region führt“, so Anja Veith vom Amt für Wirtschaft und Tourismus des Kreises Paderborn. 

Projektträger ist der Münsterland e.V.. Hövelhof wirkt als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Europaradweg R1 in NRW“, gemeinsam mit zahlreichen Städten und Kreisen entlang der Route, mit.

Das Projekt „D3-R1-Vernetzt“ wird im Programm „Ausbau und Erweiterung des Radnetzes Deutschland“ des Bundesministeriums für Verkehr (BMV), koordiniert durch die Geschäftsstelle Radnetz Deutschland beim Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM), gefördert. Es hat eine Laufzeit vom 9. Oktober 2025 bis 30. September 2029, die förderfähigen Gesamtausgaben betragen 614.310,61 Euro bei einer Förderquote von 75 Prozent. Den restlichen Anteil leisten die Projektpartner.

Das Radnetz Deutschland bildet das Netz der Radrouten von nationaler Bedeutung und besteht aus den dreizehn ‚D-Routen‘ und dem ‚Radweg Deutsche Einheit‘. Das Radnetz Deutschland umfasst rund 12.000 Kilometer, es ist zugleich Bestandteil des europäischen Radfernwegenetzes ‚EuroVelo‘ und damit international bedeutend. Mit dem Förderprogramm unterstützt der Bund finanziell die qualitative Verbesserung, die Bekanntheit und Attraktivität des Radnetz Deutschland. 

Quelle: hoevelhof.de/

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