Bitumenhaltige Abfälle werden teurer

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Kreis Paderborn (kh). Wie der Abfallverwertungs- und Entsorgungsbetrieb Kreis Paderborn (A.V.E.) mitteilt, bleiben im kommenden Jahr die kommunalen Abfallgebühren für Bioabfall, Haus- und Sperrmüll sowie für gewerbliche Mischabfälle unverändert. Auch bei den direkten Abfallanlieferungen mit Privatfahrzeugen zum Entsorgungszentrum „Alte Schanze“ in Paderborn-Elsen gibt es keine Änderungen.

„Das ist eine prima Nachricht. Damit bleiben wir im Bundes- und Landesvergleich auf fortgesetzt niedrigem Abfallgebührenniveau, obschon auf der „Alten Schanze“ kräftig investiert worden ist und die Umweltauflagen von Jahr zu Jahr dort steigen“, erklärt Landrat Manfred Müller. Auch die beiden A.V.E.-Vorsitzenden Wolfgang Scholle und Meinolf Päsch begrüßen diese Entscheidung in der diesjährig letzten Kreistagssitzung am vergangenen Montag. Beide verantwortliche Politiker verweisen darauf, dass gerade in den vergangenen drei Jahren mit der A.V.E.-Gesellschafterbeteiligung an der MVA-Bielefeld, dem Komplettumbau der deponieeigenen Sickerwasserkläranlage und nicht zuletzt der klimafreundlichen Ausrichtung des Entsorgungszentrums mit zwei neuen Windkraftanlagen und Photovoltaik kräftig investiert worden ist.

Trotz dieser Millioneninvestitionen, steigender Umweltauflagen und finanzpolitisch anhaltender Niedrigzinsphase sei es dem A.V.E. gelungen, die Gebühren im NRW-Vergleich niedrig konstant zu halten, was ein verantwortungsvolles und solides Wirtschaften bedeute und gleichermaßen eine hohe Anerkennung verdiene. Scholle und Päsch wagen sogar die Prognose, dass auch im übernächsten Jahr keine gravierenden Anpassungen vorgenommen werden, sofern es nicht zu unvorhersehbaren Kostenbelastungen für den A.V.E. kommt.

Nur auf zwei Positionen gibt es im kommenden Jahr Änderungen: Erheblich teurer wird es bei der Anlieferung von bitumenhaltigen Abfällen. Der Nettopreis erhöht sich von 230,00 auf 350,00 € pro Gewichtstonne (t). Schuld daran seien, so A.V.E.-Betriebsleiter Martin Hübner, die dramatisch steigenden Verwertungskosten für Bitumenabfälle. Gleichzeitig fielen die Verwertungserlöse für Metall- und Elektroschrott, Altholz und nunmehr auch für Altpapier bundesweit auf ein Allzeittief, so Hübner. Bei der Klärschlammentsorgung wird es aber für die Kommunen günstiger. Hier reduziert sich im kommenden Jahr die Tonnagegebühr von 102,00 auf 97,00 €.

Der A.V.E. verfügt laut eigenen Angaben über ein jährliches Klärschlamm-Entsorgungskontingent von 9.000 t bei der MVA Bielefeld. Eine Übersicht über die Abfallgebühren und -entgelte findet sich auf dem A.V.E.-Internetportal www.ave-kreis-paderborn.de

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Abfallgebühren bleiben für den Normalhaushalt  im kommenden Jahr unverändert
A.V.E.-Betriebsleiter Martin Hübner: Teurer wird es bei der Anlieferung von bitumenhaltigen Abfällen wegen der dramatisch steigenden Verwertungskosten für Bitumenabfälle.