Stiftung fördert außergewöhnliche Plastik

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Münster (lwl). Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster zeichnet im Oktober die kürzlich von der Stiftung kunst³ erworbene Plastik "Coin Stack" (2018) des irisch-US-amerikanischen Künstlers Sean Scully (geboren 1945) als Kunstwerk des Monats aus. Hu-bertus Foyer, Vorsitzender der 2008 gegründeten Stiftung kunst³, spricht über die Gründe für den Kauf und darüber, welche Bedeutung die Förderung der Museumskunst für ihn hat.

Herr Foyer, Sie sind als Vorstandsmitglied maßgeblich für die Entscheidungen des Stifterkreises verantwortlich. Wie kam es zum Erwerb von "Coin Stack"?

Foyer: Mit der Ausstellung "Sean Scully. Vita Duplex" im vergangenen Jahr kamen viele besondere und aufsehenerregende Kunstwerke in das Museum am Domplatz. Wir vom Stifterkreis waren sofort von der Arbeit Scullys beeindruckt. Uns war klar, dass wir diese fesselnde abstrakte Gegenwartskunst mit einem Ankauf im Museum verewigen wollten. Die Wahl fiel mit einer überwältigenden Mehrheit im Stifterkreis schließlich auf "Coin Stack", der mit seiner persönlichen Geschichte, seiner Materialität und Raumwirkung herausstach.

Bisher zeichnete sich die Unterstützung der Stiftung kunst³ durch die Förderung von Ausstellungen aus. Mit "Coin Stack" haben Sie erstmals ein einzelnes Werk angekauft und es dem LWL-Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Leitet dieses Vorgehen eine Veränderung Ihrer Zusammenarbeit mit dem Museum ein?

Foyer: Wir als Stifterkreis erachten es als unser wichtigstes Ziel, dem Museum durch unsere finanzielle Unterstützung zu größerer nationaler wie internationaler Bekanntheit und Strahlkraft zu verhelfen. In der Tat richteten wir bislang unseren Fokus auf ganze Werkschauen, der Kauf und die Leihgabe einzelner Werke widerspricht unserer Mission allerdings keineswegs: Wir wollen außergewöhnliche Kunst und ihre Künstler in der Region ermöglichen. Sean Scully ist ein solch außergewöhnlicher, international bedeutender und markanter Künstler, der uns sowohl künstlerisch wie persönlich überzeugt hat.

Hintergrund

Sean Scully schuf die Bronzeplastik "Coin Stack" 2018. Sie ist 2,74 Meter hoch und 568 Kilogramm schwer. "Die 18 aufeinander gestapelten Bronzescheiben symbolisieren die Münzen, die Scullys Vater, ein Londoner Friseur, als Trinkgeld von der Arbeit mit nach Hause brachte und dann auf dem Küchentisch aufstapelte. Damit ist das Kunstwerk wie kaum ein anderes von der Biografie des Künstlers geprägt", erklärt der Kurator für das Münzkabinett, Stefan Kötz. Seit März dieses Jahres ist der "Coin Stack" in der Sammlung für Gegenwartskunst des Museums zu sehen, nachdem er bereits im vergangenen Jahr Teil der Ausstellung "Vita Duplex" war. "Ich empfinde es als ein wunderbares Geschenk, die Plastik bei uns im Museum zu haben", so Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold.

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Stiftung kunst³ fördert außergewöhnliche Plastik
Stellten das Kunstwerk des Monats Oktober vor, den "Coin Stack" von Sean Scully: Muse-umsdirektor Dr. Hermann Arnhold (v.r.n.l), Hubertus Foyer, Vorsitzender der Stiftung kunst³, und Kurator Stefan Kötz. Foto: LWL/Hanna Neander