Kooperative Hebammenausbildung

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Herford (hf). Das Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung (HebRefG) sieht ab diesem Jahr eine vollständige Akademisierung der Hebammenausbildung vor. Aus diesem Grund bietet die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ab Oktober 2020 als erste Hochschule in der Region Ostwestfalen-Lippe den Bachelor-Studiengang Hebammenwissenschaft an, in welchem die Studierenden auf die verantwortungsvolle Tätigkeit der Geburtshilfe vorbereitet werden. Dafür kooperiert die Bielefelder Hochschule jetzt mit dem Kreis Herford.

Der Studiengang startet mit dem Beginn des neuen Studienjahres im Oktober 2020. Die Kooperation der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld mit dem Kreis Herford steht aber bereits jetzt fest. Federführend ist Landrat Jürgen Müller: „Die qualitativ hochwertige Hebammenversorgung ist sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich von großer Bedeutung. Hier schaffen wir durch die Kooperation mit der FHM für den Kreis Herford zukunftsfähige Bedingungen. Wir brauchen zur Aufrechterhaltung dieses Berufszweiges qualifizierte Hebammen, die einen wichtigen Beitrag im Gesundheitswesen leisten. Deshalb gehen wir nun im Zuge der Reform der Hebammenausbildung neue Wege.“

Die Finanzierung des Studiums übernimmt der Kreis für zehn zukünftige Hebammen. Die Studienbewerberinnen und -bewerber sollen sich anschließend verpflichten, nach dem abgeschlossenen Studium für mindestens 5 Jahre im Kreis Herford tätig zu sein. Das Studium findet sowohl auf dem BildungsCampus in Herford, als auch an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld statt. Die Praxisphasen absolvieren die Studierenden in den Krankenhäusern des Kreises Herford (Klinikum Herford und Mathilden-Hospital Herford).

„Die FHM ist als Hochschule seit Jahren im Gesundheitssektor tätig. Angeboten werden beispielsweise die Bachelor-Studiengänge Physician Assistance, Physiotherapie sowie Medical Sports & Health Management oder der Master-Studiengang Mikronährstoff- und Regulationsmedizin. Bei uns erhalten die zukünftigen Hebammen künftig eine praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Ausbildung. Wir möchten mit dem Bachelor Hebammenwissenschaft in den nächsten Jahren dem Fachkräftemangel entgegenwirken und zu einer besseren Versorgung von schwangeren Frauen in Deutschland beitragen“, sagt Prof. Anne Dreier, Rektorin der Fachhochschule des Mittelstands (FHM).

Durch das Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung wandelt sich der bisherige Ausbildungsberuf zu einem vollständig akademisierten Studium. Dies ist an der FHM als duales Vollzeitstudium angelegt und beinhaltet einen hohen Praxisanteil. Der Studiengang richtet sich an Personen, die gerne mit Menschen arbeiten wollen und zugleich im Zukunftsfeld Gesundheit Fuß fassen möchten. Das Berufsbild ist sehr vielseitig, denn Hebammen sind Expertinnen für die Lebensabschnitte Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Sie unterstützen fachlich und emotional bei allem, was werdende Mütter und ihre Familien in der Vorsorge, bei der Geburt und in der Nachsorge benötigen.

Termin
Wer sich für den neuen Studiengang der Hebammenwissenschaft an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) interessiert, ist herzlich zu dem Infotermin eingeladen:

Am Montag, den 16. März 2020, ab 18 Uhr am BildungsCampus Herford im Konferenzzentrum/Auditorium, Mary-Somerville-Boulevard 4 in Herford.
Bitte mit Anmeldung per E-Mail an den Kreis Herford, Referentin des Landrats, Ella Nitsche – e.nitsche@kreis-herford.de
 

 

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Freuen sich über die gemeinsame Kooperation zur Hebammenausbildung: sitzend v.l. Friedel Heuwinkel (FHM) und Prof. Dr. Anne Dreier (Rektorin FHM), Landrat Jürgen Müller, stehend v.l. Prof. Dr. Rainer Beurskens und Prof. Dr. Walter Niemeier (beide FHM), Dr. Marie-Luise Kluger und Dr. Angela Heiler (Gesundheitsamt Kreis Herford)