Erinnerung lebendig halten

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Paderborn (pdp). Die Bombardierungen von Paderborn im Jahr 1945 jähren sich in diesem Jahr zum fünfundsiebzigsten Mal: Wenn an drei Tagen des Jahres die Totenglocke des Hohen Domes zu Paderborn zu ganz bestimmten Zeiten weithin zu hören ist, wird der Toten der drei großen Luftangriffe auf Paderborn im Jahr 1945 gedacht. Am 17. Januar, am 22. März und am 27. März ertönt jedoch nicht allein die Totenglocke des Paderborner Domes: In einem als Totenleuchte gestalteten Erker eines Giebels der Südseite des Dom-Langhauses wird darüber hinaus ein Licht entzündet, das nur an diesen Tagen und an Allerseelen leuchtet.

Weitere Zeichen der Erinnerung an die Toten der Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges sind die mit Mosaiken ausgestattete Gedächtniskapelle am Nordausgang des Kreuzganges und die Reste einer Luftmine am Eingang zum Kapitelfriedhof. Monsignore Andreas Kurte wird im Morgengebet am 27. März um 8 Uhr an die Bombardierung Paderborns erinnern und der Toten im Gottesdienst gedenken.

Das Morgengebet kann live mitgefeiert werden unter Homepage des Erzbistums im Internet.

Luftangriffe auf Paderborn im Jahr 1945

In den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges war Paderborn mehrfach das Ziel von Luftangriffen. Insbesondere drei dieser Luftangriffe trafen die Paderborner Innenstadt und verursachten dort große Zerstörungen und forderten zahlreiche Menschenleben. Auch der Paderborner Dom wurde zerstört. Bei dem Luftangriff am 17. Januar 1945, der um 12.29 Uhr begann, verloren 240 Menschen ihr Leben, der Luftangriff am 22. März 1945 erfolgte um 20.45 Uhr. Der größte Luftangriff auf Paderborn begann um 17.30 Uhr am 27. März 1945, ihm fielen 350 Menschenleben zum Opfer.

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Der Hohe Dom zu Paderborn war nach den Luftangriffen auf Paderborn stark zerstört. Das Foto entstand 1949. Foto: Archiv / Erzbistum Paderborn