Monat der Weltmission

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Paderborn (pdp). „Selig, die Frieden stiften – Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt“, heißt in diesem Jahr das Leitwort zum Monat der Weltmission. Mit einem zentralen Gottesdienst am Samstag, 10. Oktober, in der Pfarrkirche St. Martin in Unna wurde die Solidaritätsaktion im Erzbistum Paderborn durch Weihbischof Matthias König eröffnet. Der Weltmissionssonntag, die größte Solidaritätskollekte der katholischen Kirche weltweit, findet in Deutschland am 25. Oktober 2020 statt.

Kann man Frieden lernen? Diese Frage stand unter anderem im Mittelpunkt des Predigtgespräches zwischen Thomas Mecha und Weihbischof Matthias König bei der Eröffnung in Unna. Thomas Mecha konnte dabei auf seine Erfahrungen als Friedensfachkraft in Burundi und anderen Ländern Afrikas zurückgreifen. „Wie kann man Menschen zum Frieden führen, die bislang nur kriegerische oder handgreifliche Auseinandersetzung als Lösung kennen“, fragte Weihbischof Matthias König. Und welche Rolle spiele vor diesem Hintergrund der Leitspruch „Selig die Frieden stiften“? Thomas Mecha beschrieb, wie sich verfeindete Menschen einander annäherten, indem sie übten, sich in den jeweils anderen hineinzuversetzen. Die katholische Kirche in Afrika leiste auf diesem Feld eine wichtige Friedensarbeit. In dem Gespräch ging es dann auch darum, was Menschen hierzulande konkret tun könnten, um Frieden zu fördern. Weihbischof König verwies in diesem Zusammenhang auf das geforderte Lieferkettengesetz. Es gelte, darauf zu drängen, dass Produkte nicht unter ungerechten Bedingungen hergestellt würden.

Vor dem Eröffnungsgottesdienst gab es in der vergangenen Woche bereits mehrere Aktionen und Veranstaltungen im Dekanat Unna. Außerdem gibt es derzeit Ausstellungen zum Monat der Weltmission in der Kirche St. Katharina in Unna sowie in der Katholischen Akademie Schwerte.

Unter der Überschrift „Friede sei mit Dir!“ fanden Gebetsketten in Bönen, Kamen und Opherdicke statt. Der Menschenrechts-Trainer Peter Steudtner, der aufgrund seines Engagements 2017 in der Türkei inhaftiert war, hatte zusammen mit dem Street-Art-Künstler Mika Springwald zu einem Streetart-Projekt auf dem Marktplatz in Bergkamen eingeladen. „Solidarität ist wichtig und Solidarität muss man üben“, sagt Peter Steudtner auch mit Blick auf seine Zeit im türkischen Gefängnis.

Kirche in Westafrika

In diesem Jahr steht die Arbeit der Kirche in Westafrika während der Corona-Pandemie im Mittelpunkt. Anders als sonst werden jedoch keine Gäste aus den missio-Partnerländern deutsche Gemeinden besuchen können, um von ihrer Arbeit zu erzählen.

Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen, würdigte zuletzt die Arbeit der Kirche in Westafrika. Sie helfe den Menschen, die in dieser Region unter der Corona-Pandemie, politischer Instabilität und Terrorgefahr leide. In dieser Gemengelage setzten sich westafrikanische missio-Partnerinnen und Partner unermüdlich für sozialen Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. „Durch das Ausbleiben der Kollekte bei unseren Partnern im globalen Süden aufgrund der Corona-Pandemie muss man wohl von einer doppelten Katastrophe sprechen. Die Not verschärft sich und die Mittel, diese Not zu bekämpfen, schwinden“, sagte Pfarrer Bingener. Der Monat der Weltmission setzte jetzt konkret um, was Papst Franziskus in seiner neuen Enzyklika „Fratelli tutti“ („Wir sind alle Geschwister“) der Kirche ans Herz lege.

Livestream

Das Hilfswerk lädt unter anderem am 25. Oktober zu einem Livestream “missio@home” mit missio-Präsident Dirk Bingener, missio-Botschafterin Patricia Kelly, WDR-Moderatorin Gisela Steinhauer und Videoeinspielungen internationaler Gäste ein. Erstmals hat missio Aachen gemeinsam mit internationalen Partnern der rund 120 missio-Werke in aller Welt auch einen Kurzfilm produziert, der auf der Homepage www.missio-hilft.de zu sehen ist.

Weitere Online-Angebote (PDF)

Das ist missio Aachen:

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Deutschland mit seinen Zweigen in Aachen und München gehört zu rund 100 Päpstlichen Missionswerken weltweit. missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und fördert die katholische Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Kontinenten. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein die Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.

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 Monat der Weltmission
Thomas Mecha (rechts) war beim Eröffnungsgottesdienst zum Monat der Weltmission Gesprächspartner von Weihbischof Matthias König. Foto: Michael Bodin