Welche Energie für die Zukunft?

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Bielefeld (ub). Noch immer deckt die Menschheit ihren Energiebedarf zum größten Teil mit Kohle, Gas und Öl. Und beschleunigt damit den Klimawandel. Aber was sind die Alternativen? Auf der ZiF-Konferenz 2020, der großen öffentlichen Jahrestagung des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF), stellen Experten aus verschiedenen Disziplinen ihre Antworten auf diese Frage vor. Die zehnte ZiF-Konferenz trägt den Titel „Herausforderung Energiewende“ und findet am Dienstag, 1. Dezember, als Online-Tagung statt.

Produzieren, Wohnen, Reisen, Essen, Kommunizieren: Der Energieverbrauch der Menschen nimmt ständig zu. Gedeckt wird er seit der Industriellen Revolution vor allem durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas. Inzwischen ist längst klar, dass die damit verbundenen Emissionen an Treibhausgasen massiv dazu beitragen, das Klima aufzuheizen. Um die Klimaschutzziele, die Deutschland sich gesetzt hat, zu erreichen, müssen diese Emissionen massiv gesenkt werden. Doch wie kann das gelingen? Können Wind und Sonne die fossilen Energieträger ersetzen? Oder brauchen wir ganz neue, synthetische Kraftstoffe?

„Was technisch möglich ist, ist dabei die erste und zentrale, aber nicht die einzige Frage“, sagt ZiF-Direktor Professor Dr. Gernot Akemann. Professor Dr. Carsten Reinhardt, ebenfalls ZiF-Direktor, ergänzt: „Wir müssen auch fragen: Welche Alternativen sind realistisch umsetzbar? Was sind die Auswirkungen? Wie funktionieren komplexe Entscheidungen wie der Wechsel zu neuen Energieträgern in einer Gesellschaft? Und wie stellt sich die Lage international dar? Diese Fragen zu beantworten, gehört zu den dringendsten Herausforderungen der Gegenwart.“

Akemann und Reinhardt leiten die Tagung mit Professor Dr. Robert Schlögl, Direktor am Max-Planck-Institut für chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr und Koordinator des Projekts „Energiesysteme der Zukunft“ der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Zusammen haben sie hochkarätige Referenten aus der Energieforschung, aber auch aus der Geschichte und der Wissenschaftsgeschichte, der Umwelt- und Planungswissenschaft und der Umwelt- und Klimapolitik eingeladen. Eine Podiumsdiskussion mit Teilnehmenden aus Wirtschaft, Politik und Umweltverbänden steht ebenfalls auf dem Programm.

„Eine einfache Antwort auf die Frage nach den Energiesystemen der Zukunft ist nicht in Sicht“, so die Tagungsleiter. „Aber eine breite und realistische Perspektive kann die Diskussion versachlichen und die Suche erleichtern.“

Die ZiF-Konferenz richtet sich wie immer an die Öffentlichkeit. Sie findet wegen der aktuellen Lage in diesem Jahr als Online-Veranstaltung via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Journalist*innen sind herzlich eingeladen, über die Tagung zu berichten. Die Tagungssprache ist Deutsch.

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Welche Energie für die Zukunft?
Sie leiten die ZiF-Konferenz 2020 (v.li.): Prof. Dr. Robert Schlögl, Direktor des Max-Planck-Instituts für chemische Energiekonversion, und die ZiF-Direktoren Prof. Dr. Carsten Reinhardt und Prof. Dr. Gernot Akemann. Fotos: D. Müller