Das Glücksgeheimnis des Kickerns

Paderborn (lwl). Das Paderborner Unternehmen dSPACE hat in Kooperation mit dem Verein "So viel Freude e.V. - Kicker in Krankenhäusern" vier Turnier-Kickertische an die Kinder- und Jugendpsychiatrie Marsberg des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Standort Paderborn übergeben. Zwei Tische bleiben in Paderborn und zwei Tische sind für die Kinder- und Jugendpsychiatrie Marsberg gedacht.

Kickern verbindet alle Menschen. Einfach drauflos und schon sind alle im Kontakt miteinander. Kickern schenkt Konzentration auf den Augenblick, auf das Leben im Hier und Jetzt. Thuy-Van Truong, deutsche Nationalspielerin im Kickern, sagt: "Beim Kickern sind alle Menschen gleich. Ob jung oder alt, ob Menschen mit Behinderungen oder ohne. Wir müssen nicht einmal dieselbe Sprache sprechen, um gemeinsam zu kickern und Spaß zu haben."

Das Potenzial des Kickerns hat sich auch das Unternehmen dSPACE auf einer internationalen Kundenkonferenz in München zunutze gemacht. Benjamin Ridder, Project Manager Exhibitions/Events, erzählt: "Unser Ziel war es, dass unsere Kunden ganz zwanglos in Kontakt zueinanderkommen, um zu netzwerken. Da kamen uns Kickertische in den Sinn. Und das hat prima funktioniert." Aus dieser Erfahrung heraus, sei die Idee entstanden, Siegtore beim Kickern gegen Thuy-Van Truong, in Spendengelder für Kickertische auf Turnierniveau zu verwandeln. Die Nationalspielerin stellte auch den Kontakt zu dem Verein "So viel Freude e.V. - Kicker in Krankenhäusern" her.

Jan Hendrik Unger, kaufmännischer Direktor der LWL-Einrichtungen in Marsberg, freut sich über die Turniertische im Wert von je über 1000 Euro: "Wie schön, dass dSPACE sich solche Gedanken gemacht hat, um unseren jungen Patient:innen eine Freude zu bereiten. Das ist einfach toll, wenn Unternehmen wie dSPACE mit solchen tollen Aktionen unsere Arbeit öffentlichkeitswirksam unterstützen und vielleicht auch andere Firmen inspirieren."

Das findet auch Dietrich Honervogt, 1. stellvertretender Bürgermeister von Paderborn. Er sagt: "Wer sich ein Bein bricht, begibt sich in Behandlung und redet darüber." Psychische Krankheiten seien leider immer noch mit einem gewissen Tabu behaftet. "Das muss sich ändern. Seelische Erkrankungen können jeden von uns auch ganz plötzlich betreffen, genau wie ein Beinbruch. Wir sind froh, dass wir die LWL-Klinik und die Kinder- und Jugendpsychiatrie hier in Paderborn zentral vor Ort haben."

Dr. Falk Burchard, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie Marsberg und Paderborn, betont: "Mit unserem Standort in Paderborn können wir unser großes Versorgungsgebiet sehr gut abdecken. Wir sind vor Ort, also dort, wo unsere jungen Patient:innen auch zuhause sind. So lässt sich unser Behandlungsangebot noch besser in den Alltag integrieren." Filip Salem, leitender Oberarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie Paderborn sagt: "Viele Kinder und Jugendliche gehen offen mit mentalen Problem um und können besser darüber reden als Erwachsene." Die neuen Kickertische seien ein tolles Angebot, damit Kinder und Jugendli-che unbeschwerte Momente miteinander teilen. "Spiel, Spaß und soziale Interaktion gehören auch zur Therapie."

 

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LWL-Newsroom Pressemitteilungen Pressefotos Videos Dossiers LWL-Expertenfinder Kontakt LWL-Newsroom Mitteilung vom 13.10.21 Foto zur Mitteilung Auf dem Bild kickern v.li.: Thuy-Van Truong, deutsche Nationalspielerin im Kickern, Jan Hendrik Unger, kaufmännischer Direktor der LWL-Einrichtungen Marsberg, Benjamin Ridder, Project Manager Exhibitions/Events von dSPACE, Dr. Filip Salem, leitender Oberarzt der Kin-der- und Jugendpsychiatrie Paderborn, Dietrich Honervogt, 1. stellv. Bürgermeister von Paderborn, und Dr. Falk Burchard, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie Marsberg und Paderborn. Foto: LWL/Hollwedel