Kontakte trotz Besuchsverbot

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Paderborn (pdp). Die Corona-Pandemie verlangt den Bewohnern und Mitarbeitenden von Altenheimen derzeit viel ab: Die alten Menschen gehören zur Risikogruppe des Covid-19 und müssen besonders geschützt werden. Darauf weist Timo Halbe als Vorstand des Vereins katholischer Altenhilfeeinrichtungen Paderborn e. V. hin. Insbesondere das seit Mitte März geltende Besuchsverbot sei eine Herausforderung für die Bewohner. Doch der VKA geht einen unkomplizierten Weg und stellt in seinen Einrichtungen Tablets und Smartphones für die Senioren zur Verfügung.

„Besuchs- und Kontaktverbote? Definitiv und unumstritten! Aber trotzdem nicht kontaktlos. Isolation? Unumgänglich! Aber keine Vereinsamung. Schutzausrüstung? Natürlich und obligatorisch! Aber trotzdem persönlich und liebevoll. So erlebt man in der jetzigen Zeit den Alltag der Altenhilfe im Verbund des VKA“, sagt Pressesprecherin Stephanie Mai vom Verein katholischer Altenhilfeeinrichtungen Paderborn. Der VKA mit Sitz im Hamm unterhält im Erzbistum Paderborn 22 Wohn- und Pflegeheime, vier Tagespflege-Einrichtungen, die an die jeweiligen Häuser vor Ort angegliedert sind, und einen ambulanten Pflegedienst. Rund 2.150 Mitarbeitende sind für den VKA tätig. Pressesprecherin Mai verweist auf Spaziergänge der Seniorinnen und Senioren in Einzelbetreuung, aber auch auf das Basteln spezieller Grüße für die Angehörigen.

Tablets und Smartphone ermöglichen Kontakte

Aufgrund der strikten Besuchsverbote sind in der Zeit der Corona-Pandemie auch keine persönlichen Besuche selbst der nächsten Angehörigen möglich. Um die damit verbundene Einsamkeit zumindest ansatzweise zu lindern, hat der VKA Tablets und Smartphones angeschafft und in seinen Einrichtungen verteilt. „Ein Video-Telefonat kann Trost spenden – auf beiden Seiten, bei den Senioren, aber auch bei den Angehörigen“, weiß Timo Halbe. Und bei Bewohnern, die sich nicht mehr selbst artikulieren können, übernehmen die Betreuungskräfte die Gespräche mit den Familien und berichten, wie es Mama, Papa, Onkel oder Tante geht.

Pressesprecherin Mai berichtet auch davon, dass Angehörige an den Eingangsbereichen der Altenhilfeeinrichtungen Grüße und Geschenke für die Bewohner abgeben. Und auch ein Zuwinken vom Fenster aus sei in dieser Zeit ein wertvoller Kontakt.

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Tablets und Smartphones für Senioren
Kontakt zu den Angehörigen auch in Corona-Zeiten mit dem strikten Besuchsverbot ist mit einem vom VKA den Einrichtungen zur Verfügung gestellten Tablet möglich. Eine Seniorin aus dem Haus St. Laurentius in Bielefeld freut sich. Foto: Verein katholischer Altenhilfeeinrichtungen Paderborn e. V.