Frauenkonferenz diesmal digital

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Paderborn (pdp). Erzbischof Hans-Josef Becker lädt am Samstag, 6. März 2021, von 9.30 Uhr bis 13 Uhr zur 3. Frauenkonferenz ein. Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung erstmals in digitaler Form statt. Sie steht unter dem Leitwort „Von Mensch zu Mensch Kultur (ver-)wandeln“ und wird als Live-Stream übertragen.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst werden in drei Podiumsgesprächen aktuelle Fragestellungen aus einer betont geschlechtergerechten Perspektive diskutiert – das Themenspektrum reicht von der biblischen Grundlegung auf die Sicht der Geschlechter bis zum weiblichen Einsatz für Schöpfungsbewahrung.

Auch Erzbischof Becker und Generalvikar Alfons Hardt werden an der digital durchgeführten Frauenkonferenz teilnehmen. Die Teilnehmenden können sich per Chat an den Podiumsgesprächen beteiligen. Eingeladen sind alle Interessierten – nicht nur Frauen, sondern auch Männer oder diverse Menschen.

Die Frauenkonferenz im Erzbistum Paderborn hat sich als Format vom äußeren Rahmen, aber auch inhaltlich deutlich weiter entwickelt: Waren bei der ersten Veranstaltung im Oktober 2018 rund 40 Teilnehmerinnen dabei, traten bei der zweiten Auflage im Dezember 2019 bereits 250 Frauen einen ganzen Tag lang miteinander in Austausch. Die nunmehr 3. Frauenkonferenz ist auch ein Beitrag auf dem Weg zum Diözesanen Forum, das 2021 im Erzbistum Paderborn stattfinden wird. Außerdem wird die Frauenkonferenz Fragen thematisieren, die auch beim Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland zentral behandelt werden.
Geschlechtersensibler Blick

In drei Podiumsgesprächen werden verschiedene Themen gezielt aus geschlechtersensibler Perspektive beleuchtet, zunächst die Schlüsselthemen der Bistumsentwicklung, die beim Diözesantag im vergangenen November  vorgestellt wurden: Wie kann das Engagement aller Getauften angemessen gefördert werden? Wo können Frauen Leitungsverantwortung übernehmen? Welche Rollen können Frauen in der Feier der Liturgie spielen? Welchen spezifischen Beitrag können Frauen leisten, wenn es darum geht, Pastorale Räume weiterzudenken? Und wie findet das diakonische Engagement von Frauen in der Kirche angemessene Würdigung?

Auf dem Podium sprechen darüber Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereiches Entwicklung im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, und die Verantwortlichen für die Schlüsselthemen des Diözesanen Weges 2030+.

Welche Sicht auf die Geschlechter wurde in der Bibel grundgelegt und wie ist dies aus heutiger Sicht  zu bewerten? Über diese Fragen reden Finja Weber, eine der jüngsten Teilnehmenden bei den Synodalversammlungen des Synodalen Weges, und der bekannte Theologe Professor Dr. Ansgar Wucherpfennig SJ von der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt/Main: Der Jesuit hatte sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch zum Umgang der Kirche mit Frauen und Homosexuellen geäußert.

Wie Frauen im Erzbistum Paderborn „kulturverändernd“ wirksam sind, erörtern in einer dritten Gesprächsrunde Marina Kräling (Thema Evangelisierung) und Nadine Küpke (Thema Beschwerdemanagement) aus dem Generalvikariat sowie Laetitia Wendt, die Initiatorin der Paderborner Fridays-for-Future-Bewegung.

Wichtiges Forum für Anliegen

Die Frauenkonferenz werde zu Recht mit einer intensiven inhaltlichen Vorbereitung und mit entsprechenden finanziellen Ressourcen professionell organisiert, sagt Erzbischof Hans-Josef Becker: „Wir können dankbar für dieses Format sein“, so der Paderborner Erzbischof. Im Erzbistum Paderborn gebe es zahlreiche Initiativen, um Frauen zu stärken. Frauen würden im Erzbistum „an vielen Stellen Verantwortung übernehmen“ – in Haupt- und Ehrenämtern, in Gremien und Verbänden, als Verwaltungsleiterinnen in den Pastoralen Räumen oder auch in Führungspositionen im Erzbischöflichen Generalvikariat.  „Frauen bringen in der Kirche wichtige Perspektiven und Anliegen ein, die gehört werden wollen. Die Frauenkonferenz ist dafür, mittlerweile in ihrer dritten Auflage, ein wichtiges Forum geworden“, so Erzbischof Becker.
Kulturwandel zwischen den Geschlechtern

Es gibt über die bei der kommenden Frauenkonferenz behandelten Fragen hinaus viele weitere Themen für die Kirche, die es wert sind, aus Frauenperspektive betrachtet zu werden. „Der Stoff für weitere Frauenkonferenzen geht uns im Erzbistum nicht aus“, ist Dr. Annegret Meyer überzeugt. Sie ist Leiterin der Abteilung Glaube im Dialog im Generalvikariat und des Organisationsteams zur Frauenkonferenz. „Wir können die dritte Auflage der Veranstaltung zwar erstmals  nur digital durchführen, aber das hat den Vorteil einer breiten Beteiligung. Wir weiten bewusst den Blick ‚Von Mensch zu Mensch‘, um zu tatsächlichen Schritten hin zu einem Kulturwandel zwischen den Geschlechtern zu kommen.“
Anmeldung und Teilnahme über App

Die Anmeldung sowie die Teilnahme am Live-Stream und am Chat sind über eine „Event App“ möglich, zu der Interessierte direkt über den Anmeldebutton auf der Internetseite gelangen: 

wir-erzbistum-paderborn.de/frauenkonferenz »

Bericht: Maria Aßhauer

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 3. Frauenkonferenz
Die 3. Frauenkonferenz im Erzbistum Paderborn findet am 6. März 2021 digital statt.