Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet
Kreis Paderborn (pm). Im Kreis Paderborn haben im vergangenen Jahr 41 Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) erstmals ausgebildet.
Dieses Engagement würdigt die IHK mit einer besonderen Auszeichnung: der Urkunde „IHK-anerkannter Ausbildungsbetrieb“. Stellvertretend für alle neuen Ausbildungsbetriebe im Kreis Paderborn wurde jetzt die Josefs Bräu Vertriebs GmbH & Co. KG in Bad Lippspringe während eines Unternehmensbesuchs ausgezeichnet.
„Die Duale Ausbildung ist ein zentraler Baustein zur Sicherung von Fachkräften. Unternehmen, die erstmals ausbilden, leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Region. Sie investieren nicht nur in ihre eigene Entwicklung, sondern auch in die beruflichen Perspektiven junger Menschen“, betonte dabei Ute Horstkötter-Starke, IHK-Geschäftsführerin Berufliche Bildung.
Die IHK unterstützt neue Ausbildungsbetriebe ihren Worten nach umfassend, von der ersten Orientierung bis hin zur erfolgreichen Umsetzung der Ausbildung. Mit der Urkundenübergabe soll diese Leistung gewürdigt werden. Insgesamt haben im vergangenen Jahr 187 von insgesamt 4.065 IHK-Ausbildungsbetrieben in Ostwestfalen erstmals ausgebildet. Dies sei ein starkes Signal für die Bereitschaft der Unternehmen, Verantwortung in der Nachwuchsförderung zu übernehmen.
Die Duale Ausbildung eröffnet laut IHK jungen Menschen vielfältige berufliche Chancen. Darüber hinaus biete sie attraktive Entwicklungsmöglichkeiten: Absolventinnen und Absolventen einer Ausbildung können im Anschluss zahlreiche strukturierte Aufstiegsfortbildungen absolvieren – beispielsweise die Höhere Berufsbildung zu Fachwirtinnen, Betriebswirten, Industriemeisterinnen oder Technischen Betriebswirten.
Diese Abschlüsse sind öffentlich-rechtlich anerkannt und im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) akademischen Abschlüssen gleichgestellt: Fachwirtinnen oder Meister entsprechen dem Bachelor-Niveau, geprüfte IHK-Betriebswirte und Technische Betriebswirte sogar dem Master-Niveau.
Entsprechend positiv seien auch die Karriere- und Verdienstperspektiven: Fach- und Führungskräfte mit diesen Qualifikationen übernehmen häufig Leitungsfunktionen, könnten ins mittlere und obere Management aufsteigen und über Einkommensmöglichkeiten verfügen, die mit denen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen vergleichbar seien. Für einige eröffne sich zudem der Weg in die Selbstständigkeit.
„Die Duale Ausbildung ist ein echter Türöffner, nicht nur für den erfolgreichen Berufseinstieg, sondern auch für eine langfristige berufliche Entwicklung. Davon profitieren sowohl die Auszubildenden als auch die Unternehmen“, unterstrich Horstkötter-Starke.
Quelle: ihk.de/ostwestfalen/i
