Vernetzte Mobilität als Gemeinschaftsaufgabe

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Bielefeld/Düsseldorf (lb). Gestiegene Pendlerzahlen, Klimaschutzziele, demographischer Wandel, flexiblere Arbeitswelt – all diese Entwicklungen stellen Regionen beim Thema Mobilität vor Herausforderungen.

Wie man ihnen begegnen und sie meistern kann, darüber diskutierten am 5. Juni 2019 beim „Frühjahrsempfang der Regionen“ rund 100 Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Düsseldorfer Landtag. OWL stellte die Regionale 2022 in OstWestfalenLippe vor, bei der die Mobilität ein zentrales Thema ist.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst betonte die Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit zwischen Land und Region: „Mobilität verändert sich schon heute und in Zukunft immer stärker. Um flexibel auf diese Veränderungen reagieren zu können und nachhaltige Verkehrskonzepte zu entwickeln, sind Land und Region gefragt. Nur gemeinsam können wir Ideen verwirklichen und Prozesse anstoßen, die uns alle und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort weiterbringen.“

„Eine bessere Vernetzung von Verkehrsverbindungen und Mobilitätsangeboten ist in ländlich strukturierten Regionen eine vordringliche Aufgabe. Es geht darum, ökologisch sinnvolle Mobilitätsangebote anzubieten. Darauf haben Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch, denn unser Ziel ist es, eine Gleichwertigkeit in den Lebensbedingungen der Menschen herzustellen, in den Städten und auf dem Land. Wir in Ostwestfalen-Lippe arbeiten mit vereinten Kräften daran und nutzen die Regionale 2022 als Plattform für die Umsetzung neuer und moderner Angebote. Das reicht von der Erprobung und Nutzung neuer Technologien wie den Möglichkeiten des autonomen Fahrens bis hin zur Vernetzung unterschiedlicher Verkehrssysteme“, bewertet Landrat Manfred Müller, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OWL GmbH, die Bedeutung von Mobilität in ländlich strukturierten Regionen.

„Unsere Mobilitätsaktivitäten zeichnen sich dadurch aus, dass Großstädte, Mittelzentren und der ländliche Raum optimal miteinander verbunden werden.

So können die Menschen aller Altersklassen nach ihren individuellen
Bedürfnissen Stadt und Land für Wohnen, Arbeiten, Ausbildung,
Daseinsvorsorge und Freizeit nutzen“, erläutert Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH, die Ansätze der Region im Rahmen der Regionale.

Als Impuls von außen warf darüber Professor Hans Jeekel von der Eindhoven University of Technology einen Blick auf die Niederlande und stellte den Anwesenden verschiedene Best-Practice-Beispiele rund um Smart Mobility, E-Mobilität und Nachhaltige Mobilität vor.

Zum Frühjahresempfang der Regionen hatten der Landtag und Regionen.NRW – ein Zusammenschluss der regionalen Entwicklungs- und Marketingorganisationen in Nordrhein-Westfalen aus den Regionen Aachen, Bergisches Städtedreieck, Köln/Bonn, Münsterland, Niederrhein, Ostwestfalen-Lippe, Metropole Ruhr, Düsseldorf/Mettmann und Südwestfalen - eingeladen.

Die regionalen Entwicklungs- und Marketingorganisationen haben 2013 den Zusammenschluss regionen.nrw gegründet, um ihre Zusammenarbeit zu stärken und die strategische Kooperation mit der Landesregierung zu festigen. Der Frühjahresempfang wird seit 2015 ausgetragen und beschäftigt sich mit aktuellen Themen wie Digitalisierung oder Strukturpolitik in NRW.

Weitere Informationen unter www.ostwestfalen-lippe.de

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Diskutierten über vernetzte Mobilität in NRW
Diskutierten über vernetzte Mobilität in NRW: Landrat Manfred Müller (2.v.l.) mit Dr. Peter Urban, RWTH Aachen (3.v.l.), Dr. Uwe Schneidewind, Wuppertal Institut (4.v.l.) und Moderatorin Eva-Maria Jazdzejewski.